Geschäftsstelle/Zentralvorstand


Das Präsidentenforum: Informations- und Meinungsaustausch zwischen Sektionspräsidenten und Zentralvorstand

Jährlich im Oktober treffen sich die Präsidenten aller Sektionen, Mitglieder des Zentralvorstands und der swissT.net Geschäftsführer zum Präsidentenforum. Dieses Jahr fand der Anlass im Hotel Meierhof im liechtensteinischen Triesen statt.

Nicht wie in den Vorjahren war die Einbettung in den Jahreskalender – entgegen der Tradition findet diesmal der Workshop des Zentralvorstandes erst nach dem Forum statt. Damit war dann auch der wichtigste Programmpunkt definiert: Es ging darum, aus den Sektionen die Anliegen der Chargierten und Mitglieder aufzunehmen und in einer ersten Präsentationsrunde zu würdigen. Für die Gruppenarbeiten der Sektionspräsidenten galt es herauszuarbeiten, wo sich der Verband stärker einsetzen sollte, und wie sich die Engagements aus den Sektionen mit jenen des Zentralvorstandes besser in ihrer Wirkung aufeinander abstimmen liessen. Der ZV wird diese Themen nun am kommenden Workshop aufnehmen, mit den bestehenden Denk- und Handlungsfeldern abstimmen und gegebenenfalls auch neue Aktivitäten daraus lancieren. 

Das Gastreferat beschäftigte sich, wie könnten es anders sein, mit der Digitalisierung. Diesmal jedoch aus einer gänzlich anderen Warte, ist der Referent Daniel Gasteiger doch einer der wenigen Blockchain-Pioniere der Schweiz. Ob was, wann und wie kommen wird, liegt in der Zukunft und ist ungewiss. Jedenfalls ermöglichte er uns dank seinem profunden Wissen und anschaulichen Beispielen die grundsätzlichen Merkmale von Blockchains zu verstehen und das Potential dahinter zu erahnen.

 Wesentlich handfester und konkreter war dann der nächste Programmpunkt des umfangreichen Nachmittags. Autoneum, nach Eigendeklaration der weltweit führende Automobilzulieferer für Akustik- und Wärmemanagement bei Fahrzeugen, hatte für uns die Produktionshallen des Werkes in Sevelen geöffnet und gewährte einen Einblick in die Herstellung der zahlreichen Komponenten, die Autoneum für viele führende Automarken herstellt. Dass hier am Standort in Sevelen konkurrenzfähig produziert wird, zeigt, dass dank Automatisierung und Prozess-Know-how, vor allem aber mit viel Engagement, Leidenschaft und Hingabe, vermeintliche Standortnachteile in Stärken umgewandelt werden können.


«Hallo!» Laura Filisetti stellt sich vor

Mein Name ist Laura Enea Filisetti und ich bin die neue Lernende bei swissT.net. Wie die vorherigen Lernenden bin ich bei libs angestellt und werde mein erstes Lehrjahr hier bei swissT.net verbringen. Ich komme von Gossau ZH und bin 16 Jahre alt. In meiner Freizeit spiele ich gerne Tennis und gehe auch gerne mit meinen Freunden aus. Für den Beruf Kauffrau habe ich mich entschieden, weil ich sehr gerne am Computer arbeite und weil dieser Beruf eine gute Grundbildung für die Zukunft ist. Nach meiner Lehre möchte ich gerne die BMS nach-holen, gefolgt von einem Sprachaufenthalt in Amerika. Später möchte ich gerne studieren. Mein grösster Wunsch ist es, nach dem Studium die Firma meines Vaters zu übernehmen.

Laura Filisetti stellt sich vor

Ein Ausblick auf die Events des swissT.net im ersten Halbjahr 2017

Die Fachtagungen unter dem gemeinsamen Dach swissT.meeting sind längst zum fixen Bestandteil des Verbandskalenders geworden. Auch im 2017 wird das so sein. Hier eine Übersicht, was bisher fix geplant ist. Für die eine oder andere Fachtagung können Sie sich übrigens auch noch als Partner, Referent oder Aussteller anmelden.

Im Januar starten wir am 18. und am 19. mit den in Zusammenarbeit mit dem BAKOM lancierten Fachtagungen zu den Themen Funk und EMV. Diese finden im Swissôtel in Oerlikon statt.

Noch davor, nämlich am 11. Januar, führen wir gemeinsam mit den Partnerverbänden der Initiative Industrie 2025 die F&E Konferenz zur Industrie 4.0 in Windisch durch.

Die Communication Conference am 2. Februar wird im Trafo in Baden stattfinden. Sie wird die Industrial Security als Voraussetzung für Industrie 4.0 zum Kernthema haben.

Am 30. März findet dann die Fachtagung von Industrie 2025 im Campussal in Windisch statt, und am 6. April zeigen die Mitglieder der Sektion Messtechnik an ihrer Fachtagung Faszination Messtechnik das Neueste zum «vernetzten Messen». Dieser Anlass findet im Technopark in Zürich statt.

Ebenfalls in Zürich, an der ETH im Hönggerberg, führt swissrobotics, unsere Sektion 42,  am 26. April ihren Anlass zur rasant zunehmenden Bedeutung kollaborativer Roboter durch.

Nebst diesen zahlreichen öffentlichen Anlässen, an denen wir auf möglichst zahlreiche Kunden unserer Mitglieder hoffen, gibt es natürlich auch einige Events, welche den Mitgliedern vorbehalten sind. Die wichtigsten bis zur Sommerpause: Der Wirtschaftsapéro, der sich an die CEOs und Sektionspräsidenten richtet, wird auch im 2017 wieder ein interessantes unternehmensrelevantes Thema aufnehmen. Der Fachbereichsevent «Industrieautomation» bietet am 29. März eine gute Gelegenheit, um die Plenarsitzungen der Sektionen durchzuführen und Netzwerk- und Austauschmöglichkeiten über die Sektionsgrenzen hinweg zu nutzen. Und am 1. Juni wird dann die swissT.net Jahrestagung mit Generalversammlung durchgeführt, auch im 2017 wieder mit einem aktuellen Thema.

Wirtschaftsapéro vom 31. Oktober 2016 zum Inseldasein

Der Anlass nahm sich das Insel­dasein der Schweiz zum Thema. Nicht etwa unter dem Aspekt einer möglicherweise drohenden Isolation gegenüber Europa oder als Insel der Glückseligen, sondern die Inselstellung der Schweiz bei den Preisen – auch bekannt unter dem Begriff Hochpreisinsel Schweiz.

Dank einem wiederum erstklassigen Referentenaufgebot gelang es, die verschiedenen Aspekte, Ursachen und Rezepte breitgefächert und ausgewogen darzustellen. Rudolf Minsch (Chefökonom Economie­suisse) fand in seinem Referat den Schuldigen gleich mehrfach, nämlich den Wohlstand, den Agrarprotektionismus, die Handelshemmnisse, den kleinen Heimmarkt und den Balassa-Samuel­son-Effekt (die Teilnehmer kennen diesen jetzt).

Samuel Rutz von Avenir Suisse ging vertieft auf die Wirkung gesetzlicher Regelungen, allen voran des Kartellgesetztes, ein und zeigte die Grenzen der Wirksamkeit von staatlich verordneten Preisen in einem wirtschaftsliberalen Umfeld auf.

Dass Oliver Müller, Vizepräsident des «Initiativkommitees für faire Importpreise» und Swissmechanic-Direktor, dies etwas anders sieht, konnte er im Interview mit René Brugger ausführlich darstellen. Darüber, dass ungerechtfertigt höhere Preise unerwünscht sind, waren sich dann Balz Märki und die anderen Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig. Darüber, wie die Schweiz-Zuschläge verhindert werden könnten, herrschten jedoch diametral unterschiedliche Auffassungen. Während die eine Seite staatliche Eingriffe fordert, stellt sich die andere auf den Standpunkt, dass mehr Wettbewerb zum gewünschten Effekt führen würde.

Die Unterschriftensammlung für die Fair-Preis-Initiative läuft, bei Erfolg der Initianten wird das Stimmvolk das letzte Wort haben.

Der zweite Teil des Anlasses widmete sich dann, wie eigentlich immer im Herbst, der Wirtschaftsprognose. Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm liess es sich nicht nehmen, die Prognose der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF für 2017 und darüber hinaus persönlich zu präsentieren. Dabei startete er mit der weltwirtschaftlichen Erwartung und fokussierte dann auf Europa und die Schweiz. Vergleiche der Geschäftslage in der Industrie zwischen Deutschland und der Schweiz, aber auch die Darstellung der Lage der einzelnen Branchen innerhalb der Schweiz, waren sehr interessant und aufschlussreich. Es musste festgestellt werden, dass unsere Branchen zurzeit nicht die grossen Wachstumsbeiträge zum BIP liefern können. Weiter erläuterte Sturm die Auswirkungen der erwarteten Wirtschaftsentwicklung auf Löhne, Margen und die Arbeitsmarktentwicklung in der Schweiz. Die kürzest mögliche Zusammenfassung: Zurück zu moderatem Wachstum.