Bonmot Heute

Die Deutschen haben es gut ... sie haben Griechenland

Starke, stabile Länder wie die Schweiz haben starke, stabile Währungen. Das ist nun mal ihr Schicksal. Diese Währungen können dann – wie es mit unserem Franken passiert ist – sogar so stark werden, dass sie auf Teufel komm raus künstlich tief gehalten werden müssen.

Das geht natürlich nicht endlos. Auf die Dauer kann man die Notenpressen nicht gegen die Marktkräfte anlaufen lassen und jahrelang Milliarden investieren, um Dollars oder Euronen oder Pfunde aufzukaufen, um diese künstlich zu hoch zu halten und die eigene Währung zu drücken.

Da hat es Deutschland besser: Es profitiert von den wirtschaftlich schwachen Staaten an der Euro-Peripherie. Die sorgen nämlich durch ihre geringere Leistungsfähigkeit dafür, dass der Euro nicht durch die Decke schiesst. Exportweltmeister BRD kann man nur werden, wenn man eine schwache Währung hat. Denn sonst wird «Made in Germany» unerschwinglich. So macht also Griechenland den Euro billig und die deutsche Industrie reich!

Was können wir daraus lernen? Ganz einfach: Vergessen wir die Idee, Baden-Württemberg oder Vorarlberg in die Schweiz einzugliedern. Und erhören wir lieber die Bitten der sardischen Utopisten, die sich gerne als Schweizer Kanton sähen. Als «Griechen der Schweiz» würden sie den Frankenkurs drücken und unsere Exportindustrie stärken. Und die Schweiz hätte gleichzeitig eine zukunftsträchtige neue Tourismus-Destination, der die Klimaerwärmung nichts anhaben kann. Im Unterschied zu den immer weniger schneesicheren Skigebieten in den Voralpen ...

Ihr Insider